Stationen 11.Staffel

Biografie und Filmografie zu
Manuel Francescon

Biografie:

Bernhard Lenz* und Manuel Francescon* lernen sich 1989 in frühester Kindheit beim Spielen im Sandkasten kennen, wo sie schnell ihre gemeinsame Leidenschaft für Schutzgelderpressung und Regenwurmverknoten entdecken und kultivieren. Kurze Zeit später schmieden sie schon grosse Karrierepläne: Der Kinderstrich am Stadtrand Offenbach verspricht viel Spass bei guter Bezahlung (erster Kontakt mit Video!). Leider müssen sie 1991 ihr (de-) florierendes Geschäft wegen Einschulung in die Sonderschule aufgeben (hier erste Filmidee zu „Sonderschulmädchen-Report“). Bedingt durch die schlechte finanzielle Situation als Schüler sind sie gezwungen, durch lukrative „Gelegenheitsjobs“ ihr Taschengeld aufzubessern. Bald darauf werden sie rechtskräftig verurteilt wegen Hehlerei mit Sammelbildchen und bewaffneten Mundraubs beim Bauer Wingert aus der Nachbarschaft. Während sie ihre monatelange Strafe in einer Jugendstrafvollzugsanstalt absitzen müssen, holen sie per Telekolleg ihren Sonder-schulabschluss nach. Kaum aus der Haft entlassen, nutzen sie ihr neuerworbenes Wissen zum Überfallen einer Tankstelle. Hier haben sie ihren zweiten bedeutenden Kontakt zum Medium Video: ein kurzer, von einer Überwachungskamera aufgenommener Ausschnitt läuft in dem TV-Fahndungsmagazin „Aktenzeichen XY ungelöst“. Ihr erneutes Einsitzen bewirkt neue Einsichten: Nach einem geglückten Ausbruchsversuch aus Block D schlagen sich die beiden sympathischen Kleinkriminellen bis zur Grenze durch, wo sie bei der Fremdenlegion anheuern und sich zu FLAK-Helfern ausbilden lassen. Im Frühjahr 1993 beschliessen sie aufgrund der schlechten Auftragslage, eine grosse Reise nach Indien zu machen, fest entschlossen, sich dort selbst zu finden. Doch schon nach Tagen brechen sie ihre Reise in der Nähe von Gelnhausen wegen Antriebslosigkeit wieder ab. Im Gepäck ihrer mitgereisten Geiseln finden sich einige hochwertige Videokameras, mit denen sie sofort ein paar lustige Sketche drehen, für die sie horrende Geldsummen bei den Zuschauern einfordern. Oft legen sie noch Gimmicks bei, wie z.B. abgetrennte Finger, Ohren oder andere persönliche Gegenstände. Der Erfolg ist überwältigend: Zwar sind die Zuschauerzahlen sehr gering, doch die Einspielergebnisse liegen im Multi-Millionenbereich... Seit 1995 leben und arbeiten die FREAX in grosszügigen Villen auf Mallorca, wo sie autobiografische Filme drehen, mit dem Schwerpunktthemen Töten, Rammeln, Action, Spass und Heimat Offenbach (T.R.A.S.H.O. – Technik). In den kommenden Jahren beabsichtigen sie, eine ausbeuterische Sekte zu gründen, mit deren Hilfe sie die Weltherrschaft übernehmen wollen. *Namen von der Redaktion geändert



Filmografie:
1994 Erste Kurzfilm-Kompilation „FREAX...und so“ 1995 - „Twin FREAX“ im Auftrag des Hessischen Rundfunks - diverse Kurzfilmproduktionen im Auftrag des ZDF - „FREAX III“ - Zweite Kurzfilm-Kompilation „FREAX heilt“ 1996 Kurzfilmprojekt „Auf eigener Faust“ 1997 Auftragsproduktionen für den WDR; 1998 bis 2009 diverse Kurzfilmprojekte (z.T. für Pro7, sat1, hr) 2002 Reality-TV-Parodie „Bier Brother“ 2008 Dritte Veröffentlichung der Kurzfilmkompilation „FREAX oder stirb“