Die Andere Seite des Regenbogens
Regie:  Thomas Bartels  Genre: Dokumentarfilm  Jahr: 2012    Format: 1080p25    Länge: 85 min
Kamera: Alexander du Prel, Christian Coslar    Drehbuch: Thomas Bartels    Produzent: Thomas Bartels
Darsteller: Isabelle, Nico, Jayrôme C., Mark     
Ton: diverse    Musik: Florian Holzner    Schnitt: Thomas Bartels    webside: www.other-side-of-the-rainbow.com

Inhalt:  4 Menschen mit 4 Geschichten, 2 CSDs mit 2 Philosophien, 1 Stadt über dem Regenbogen. In “Die Andere Seite des Regenbogens” führen uns die Geschichten von vier Menschen durch Berlins vielschichtige Schwul-Lesbisch-Trans Gemeinschaft, die von politischem Aktivismus bis Anpassung reicht. Die 22-jährige freidenkende Isabelle, der schwule Punk Nico, der Transman und Autor Jayôme C. und der behinderte Mark gewähren uns intime Einblicke in ihr Leben und ermutigen uns trotz der Steine, die uns das Leben in den Weg wirft, eine positive Lebenseinstellung zu behalten.

warum gescheitert:  nicht kommerziel genug, für LGBT Festivals nichts neues

Unser Kommentar: Berlin, die Stadt über die Mann/Frau spricht. Also zumindest jene, die in Berlin leben und immer noch glauben, diese "vermeintliche Hauptstadt der Kultur" sei der einzig verbliebene Freiraum der anders Seienden. Das sie letztlich im Hype des Konsums und Markenfetischismusses zum dem geworden ist, was sie unter dem Deckmantel des Trendsettings ist: spiessig. Denn der/die SpiesserIn beschäftigt sich vor allem mit sich selbst. Diese Studie ist dennoch aufgrund der Ehrlichkeit der ProtagonistenInnen durchaus sehenswert. Auch wenn das Alleinstellungsmerkmal Schwul-Lesbisch als Randgruppe bei weitem überholt ist. Wie bei jeder erfolgreichen Lobbygruppe ging der Weg durch die Institutionen und ist angekommen. Richtig so! Der Film ist trotz der Länge und der fehlenden Neuigkeiten einfach gut gemacht.