Geboren in Offenbach
Regie:  Angela Freiberg & Nina Werth  Genre: Dokumentarfilm  Jahr: 2013    Format: HDV    Länge: 76 min
Kamera: Nina Werth    Drehbuch: Angela Freiberg & Nina Werth    Produzent: Angela Freiberg & Nina Werth
Darsteller:      
Ton: Angela Freiberg & Nina Werth/ Tonmischung Sonaris Tonstudio-Stephan Höfler    Musik: Ralph Mann & Ralf Sommer    Schnitt: Justyna Hajda    webside: www.facebook.com/geboreninoffenbach

Inhalt: Die Filmemacherinnen begleiten drei Schwestern über 5 Jahre durch eine Zeit des Erwachsenwerdens und der eigenen Wertefindung. Nagije, Nazmi und Bege sind zu Filmbeginn 19, 20 und 21 Jahre alt und leben in der Wohnung der albanischen Eltern, die in den Sechzigern aus dem Kosovo nach Offenbach kamen. Die Mutter ist bereits vor längerer Zeit gestorben, der Vater erst kürzlich. Auf sich allein gestellt schlagen die jungen Frauen jetzt unterschiedliche Wege ein, jede für sich auf der Suche nach einem eigenen Leben, ständig konfrontiert mit den Gegensätzen der muslimischen Traditionen zu ihren persönlichen Wünschen nach Liebe, Familie und Glück.

warum gescheitert: Leider nur in die Vorauswahl des 3Sat-Formates "Ab 18!" gekommen, nur von zwei Festivals angenommen, Vertriebe sehen nicht die Möglichkeit einer lukrativen Vermarktung (also bisher überall abgelehnt und kein Vertrieb). FAZIT: Der Film(titel) erscheint zu lokal, die Erzählweise zu wenig spektakulär. Die Zuschauer müssen sich (zuviel) Zeit nehmen, sich auf die ProtagonistInnen einlassen und eine eigene Haltung einnehmen: Der Film beobachtet, aber wertet nicht. Trotz allem dem Scheitern...wir bereuen nicht, diesen Film gemacht zu haben :-)

Unser Kommentar: Die anfängliche Unsicherheit in der Doku-Situation löst sich schnell in einer Kamera auf, die subtil verschwindet. Auch wenn sich inhaltlich nicht viel tut, zeigt das graue Schicksal der albanischen Geschwister hier und da Lichtblitze. Während für uns das familiäre "Clandenken" eher bedrohlich anscheint, für diese Muslimas ist es Überlebensgarantie. Hier liegt aber auch ein Problem der "Integration". Eine Albanerin lässt sich nicht mit einem "Yoguschwanz ein. Der ist keiner von uns, einer vom anderen Land."