ICH SEHE DICH
Regie:  Ferdinand P. Barth  Genre: Drama  Jahr: 2013    Format: HD    Länge: 29 min
Kamera: Ferdinand P. Barth    Drehbuch: Ferdinand P. Barth    Produzent: Ferdinand P. Barth
Darsteller:  Frank Wickermann, Caroline Klütsch, Arne Obermeyer, Alexander Steindorf    
Ton: Eduard Gerald    Musik: TG Mauss    Schnitt: Ferdinand P. Barth    webside: www.barth-film.de

Inhalt:  Der Lärm der Buden, das Donnern der Fahrwerke - all das ist Kirmes. Darin Manfred, der eine Schießbude besitzt. Er hat hier schon manches erlebt, nachts wenn er Streife geht. Doch in dieser Nacht ist alles anders, denn er sieht Laura. Sie, die nachts mit ihrem Freund Alex die Wohnwagen ausraubt, hat es ihm angetan. Von Alex allein gelassen, schließt sie sich Manfred an. Sie lässt sich auf ein Leben mit ihm ein - bis sie erfährt, warum Alex verschwunden ist…

warum gescheitert:  Liebe Freunde des gescheiterten Films, gerne möchte ich Ihnen meinen Film ICH SEHE DICH vorstellen. Im Mai habe ich den Film auf einer internen Premiere gezeigt und die Rückmeldung war einhellig positiv. Mit meiner unabhängigen Art des Arbeitens (Buch, Regie, Kamera, Schnitt) läuft man natürlich Gefahr kein außenstehendes Korrektiv mehr zu haben. Ich habe mit dem Film neue Möglichkeiten des Ausdrucks gesucht und habe mich einem schwierigen Thema gewidmet. Mit knapp 30 Minuten Länge habe ich einen Film gemacht der für Festivals schwierig unter zu bringen ist. Bisher sieht die Auswertung so aus, dass ich den Film nicht auf einem Festival zeigen konnte. Es würde mich freuen, wenn Sie sich für meine Arbeit erwärmen können und ihn auf Ihr Festival untebringen. Inhaltlich geht es in dem Film auch um das Scheitern. Scheitern hat für mich persönlich einen positiven Aspekt. Dahinter steckt, das jemand sich etwas getraut hat, etwas versucht hat und dabei auf die Schnauze gefallen ist. Mir sind Menschen lieber, die auf die Schnauze fallen, als all die mit einer Lebensversicherung in der Hosentasche. Mit freundlichen Grüßen Ferdinand Barth Autor und Regisseur

Unser Kommentar: "Und die Liebe höret nimmer auf." heißt es bei "Kasimir und Karoline" dem Theaterstück von Ödön von Horváth. Auch ist die Lokation durchaus vergleichbar. Mehr noch: dieser Film nähert sich mit seiner Verdichtung aus Schnitt, Ton und Dialogen der hohen Bühnenkunst. 3 Protagonisten, die nicht von Pathos geschwängert "auf Teufel komm raus" aus dem Bauch heraus spielen. Ihr Spiel ist perfider und kommt aus dem Kopf. Das mag erstmal unterkühlt klingen, ist aber bei genauerem Hinsehen durch ungestillte Anregung unserer Phantasie durchaus schmerzhaft. "Ich sehe dich" ist ein Spiegelsaal jenseits unserer Hirnschale. Dunkel und sinnlich. Hut ab!